Leid

 

Es liegt in der Natur der Sache, dass Leben auch immer gleichzeitig Leiden verursacht. Schon wenn wir geboren werden, haben wir unseren Müttern viel Leid und Schmerzen bereitet. Und ja, wir haben in unserem Leben bestimmt schon so einige Fliegen verschluckt, oder sind versehentlich auf Käfer oder Ameisen getreten. Das sind Dinge, die unvermeidbar sind.

Für mich persönlich ist es wichtig, zwischen unvermeidbarem und vermeidbarem Leid zu unterscheiden und so viel es mir möglich ist, zu vermeiden. Ich möchte nicht, dass andere wegen mir oder gar durch mich leiden.

Was kann ich also z. B. in Bezug auf meine Nahrungsauswahl tun, wie Leid vermeiden, es nicht durch meine Nachfrage unterstützen? 

Ich muss kein Fleisch essen. Niemand zwingt mich dazu. Ich lebe in einer Gesellschaft und in einer Zeit, in der es durchaus möglich ist, auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten.

Ich würde es nicht unbedingt Boykott schimpfen, aber es ist auch klar, dass ich, wo immer es geht, meine Lebensmittel von Herstellern kaufe, die entweder keine tierischen Produkte vertreiben, oder sie zumindest nicht vorher an Tieren testen. Allein dies in die Tat umzusetzen ist anfangs gar nicht so einfach. Ich musste bis hierhin viel Zeit investieren, mich durch alle möglichen Foren graben, im Internet, in Suchmaschinen forschen, suchen, lesen, lesen und noch mehr lesen. Und ganz ehrlich - den richtigen Durchblick habe ich immernoch nicht.

Das ist aber dem Umstand geschuldet, dass die meisten Produkte inzwischen einen eigenen Namen haben (Snickers, Twix, Milka, Philadelphia, Nespresso und wie sie alle heißen) und die Hersteller gerne im Hintergrund bleiben. In den letzten Jahren sind auch etliche Firmen, die an sich eine lobenswerte Firmenpolitik hatten, von den "Großen" aufgekauft worden.

Nestlé war in den letzten Jahren sehr fleißig was das angeht und deren Firmenpolitik finde ich, nett ausgedrückt: überdurchschnittlich hoch gewinnorientiert. Hier mal ein kleiner Überblick, welche Produkte und Firmen inzwischen zu Nestlé gehören:

Übrigens ist das nur ein Beispiel von vielen, ich möchte nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich hätte es auf diese Firma abgesehen, hier geht es zu dem Kapitel über die größten Firmen in der Lebensmittelindustrie (und Co., da dies nicht mehr klar trennbar ist): Prolog.

Aber um beim Thema zu bleiben: jeder einzelne kann für sich entscheiden, ob und wieviel Leid er seinen Mitlebewesen zufügt. Auch in einer Gesellschaft, in der es geduldet wird, unnötiges Leid zu erzeugen, ja sogar Profit daraus zu schlagen. Für mich persönlich bedeutet diese Entscheidung vegan zu leben. Es ist eine Bereicherung für meine Gesundheit, für die Tiere und für die Umwelt. Es ist meine Art zu zeigen, dass jedes Leben schützenswert ist.

 

 

 

 

"Das Leiden ist so lange nötig, bis du erkennst, dass es unnötig ist." - Eckhart Tolle

 

 

 

 

Bin ich persönlich dazu bereit, das von mir verursachte Leid so gering wie möglich zu halten?







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